Peter genßler bei Herstellung eines Kupferstichs, Kupferplatte, Stichel, Kunsthandwerkr

Kupferstich

Es begann mit der Teilnahme am Künstler-Pleinair auf der Burg in Beeskow unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Böttcher im Juni 2006. Hier wurde mir das Erarbeiten des Kupferstichs vermittelt. Ich begeisterte mich für diese Technik, die mich bis heute in ihren Bann gezogen hat. Seitdem arbeite ich immer wieder gern auf der Kupferplatte. Sie bietet mir die Basis für vielfältige Motive.  Diese Möglichkeit, aus Strukturen Bilder entstehen zu lassen, hat für mich einen besonderen Reiz.  Link

Blasii-Kirche in Nordhausen, Radierung von Peter Genßler

Radierung

Im Grafikunterricht an den Kunsthochschulen in Berlin und Dresden war neben Buchdruck und Lithografie vor allem die Radierung auf Zinkplatten im Programm. Hierbei wird die Zeichnung durch Ätzung in eine Metallplatte vertieft. Die geschliffene, entfettete Platte wird mit einer säurebeständigen Schicht bedeckt, in die später die Zeichnung mit einer Graviernadel eingraviert wird. Die Verwendung von Kolophonium oder Asphaltstaub ermöglicht die Schaffung von Grauflächen in verschiedenen Schattierungen.  

Karl V. Porträt Holzschnitt von Peter Genßler Original Reiberabzug schwarz weiß

Holzschnitt

Das Ausschneiden einer Holzplatte bietet großzügige Möglichkeiten der Gestaltung, die wiederum durch vielfältige Strukturen bestimmt wird. Es ist eine besondere Herausforderung, spiegelbildlich ein räumliches Bild entstehen zu lassen. Beim Einwalzen mit  Druckerschwärze färben sich nur die nicht ausgeschnittenen Teile der Platte.  Diese werden dann als Reiberdruck von Hand mit einem Falzbein auf ein aufgelegtes Papier übertragen. So entstand z.B. eine Serie von Porträts der Freunde und Feinde, bzw.  Zeitgenossen, Martin Luthers, die in verschiedenen Ausstellungen, auch in New York, gezeigt wurde. Porträts der Reformationszeit

Xylographie, in Stirnholz gestichelter Baum von Peter Genßler, alte Handwerkskunst, schwarz-weiß

 Xylographie 

 

ist ein oft unklar verwendeter Begriff. Er bezeichnet die grafische Arbeit in Holz, eigentlich aber ist damit der Holzstich gemeint. Bearbeitet man mit Messer, Hohleisen oder Geißfuß die Holzfläche längs der Faser, ist es ein Holzschnitt. Bretter sind schnell zur Hand. Für den Holzstich aber nimmt man einen Block fein strukturiertes hartes Holz und verwendet die geglättete Stirnseite, das Hirnholz.  Als Werkzeug kommen Stichel wie bei der Gravur oder dem Kupferstich zum Einsatz. So sind feinere Linien und auch Kreuzschraffuren möglich.